Aktuelles aus den drei Gemeinden

Nach über einjähriger Konzertpause haben die Bläserinnen und Bläser nun ein neues Programm einstudiert.[...mehr]

Auch der Genuss ist eine Gabe Gottes

 

Am Samstagnachmittag um kurz vor 15 Uhr läuten die Glocken der katholischen Schwestergemeinde. „Aha“, überlege ich, „da hat sich ein Brautpaar aber einen schönen Sommertag für die kirchliche Trauung ausgesucht.“ Und in Gedanken wünsche ich den beiden unbekannterweise einen wunderbaren Hochzeitstag, den sie fröhlich feiern und als ihren ganz besonderen Tag in vollen Zügen genießen mögen. Wie schön, dass jetzt Trauungen wieder gefeiert werden können. Der Alltag holt einen so schnell wieder ein, da sind solche Feiertage im Leben wirklich etwas ganz Wertvolles.

 

Diese Erkenntnis ist übrigens nicht neu. Bereits im Buch des Predigers Salomon, auch Kohelet genannt, verfasst wohl im 3. Jahrhundert vor Christus, kann man folgendes lesen: „Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“ Vieles, was wir erleben, ist „Müh und Arbeit“ - und Kohelet beschönigt das nicht. Manchmal müssen Menschen auch feststellen, dass sogar alle Mühe umsonst ist. Aber bei allem, was schwierig ist, dürfen wir auch die guten Tage und Stunden genießen, dürfen fröhlich sein und müssen nicht alles grau in grau sehen. Das ist eine gute Nachricht in dieser Zeit. Wir dürfen das Leben genießen, auch der Genuss ist eine Gabe Gottes. Ganz gleich ob es eine schöne Hochzeit ist, eine wundervolle Urlaubszeit, an die man sich im Herbst gern zurückerinnert. Vielleicht ist dann der 3. Oktober nicht nur der „Tag der Deutschen Einheit“, sondern auch ein „Ernte-Dank-Tag“ für alle guten Gaben Gottes.

 

Es grüßt Sie herzlich

Pastorin Petra Rauchfleisch