Aktuelles aus den drei Gemeinden

Immer freitags ... immer ökumenisch ... immer um 18 Uhr Dieses mal unter dem Motto "Zuversicht trifft ..."[...mehr]

Für unsere integrative Freunde Kita mit vier Gruppen, in denen bis zu 73 Kinder im Alter zwischen ein und sechs Jahren betreut werden, suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Erzieherin (m/w/d) [...mehr]

Eigentlich wollte am Donnerstag, 24. März der Gemeindebeirat endlich den Feuerabend veranstalten. Leider gab es von mehreren Akteuren Absagen aus verschiedensten Gründen. Deswegen wird der Feuerabend

Haben Sie Zeit und Lust, mit Ihrem digitalen Interesse Gutes zu tun? Dann sind Sie hier richtig: Die DiakonieStiftung Osnabrücker Land sucht für ihr Team Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising freiwi[...mehr]

Am 11. März 2020 bastelten die Senioren im Gemeindehaus von König-Christus ... jetzt zwei Jahre später wird das daraus entstandene Bild beim Seniorenkreis an diesem Mittwoch präsentiert. [...mehr]

Zusammen mit Frauen weltweit feiern wir auch hier in Georgsmarienhütte den Weltgebetstag wie immer am ersten Freitag im März. Um 17 Uhr in St. Peter und Paul, Oesede und um 18 Uhr in Herz-Jesu, Alt-Hü[...mehr]

Wir wollen gemeinsam für Frieden in der Ukraine und der Welt beten, im Gottesdienst um 11 Uhr in der Lutherkirche.

Ein ganzjähriges Rahmenprogramm in Stadt und Landkreis Osnabrück begleitet in diesem Jahr die bundesweite Woche der Brüderlichkeit. Eröffnet wird die seit 1952 gefeierte Woche am 4. bis 6. März 2022 i[...mehr]

Aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, dass sich ab sofort wieder für Gottesdienste im Vorfeld angemeldet werden muss.[...mehr]

Was ist noch schöner als im Chor zu singen? Einen Chor zu leiten! Deswegen bieten die drei Kreiskantoren in der Region Osnabrück ab September einen Kompaktkurs an drei Wochenenden an.[...mehr]

letzte Arbeiten an der Neugestaltung des Viertels Rund um die Lutherkirche[...mehr]

Erstes Planungstreffen: Dienstag, 1. Februar | 18.30 Uhr Nach Weihnachten ist vor Ostern… und wir nehmen die Planung der ökumenischen Passionsandachten 2022 in den Blick. Diese sollen an 4 Abenden an[...mehr]

Wie schon im vergangenen Jahr werden wir einen Teil der Gottesdienste am Heiligabend auf der Waldbühne in Kloster Oesede feiern.[...mehr]

Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft. So heißt das Motto der 63. Aktion Brot für die Welt im Jahr 2021/2022. Es zeigt sich immer deutlicher: Die Arbeit dafür, dass Menschen den Klimawandel in all seiner[...mehr]

im Familienzentrum Alt-Georgsmarienhütte[...mehr]

Auf der Flucht

 

Von ihrem Dorf aus sah sie schon die Flammen, die begannen die Stadt aufzufressen. In letzter Minute brach sie mit ihren fünf Kindern auf, nur ein paar Habseligkeiten unter dem Arm. Ihr Mann war längst im Krieg verschollen. Unter Angst und Schrecken zogen sie nun auf einem Pferdegespann gen Westen. Bis zur letzten Minute hatte sie gezögert. Sie war wie angewurzelt, so sehr hatte sie ihre Heimat geliebt.

 

Wie meiner Großmutter im Frühjahr 1945 ist es vielen Menschen am Ende des Zweiten Weltkrieges gegangen. Aus einem kleinen Ort in der Nähe der pommerschen Stadt Köslin floh sie unter dramatischen Umständen in ein Städtchen am Rande des Harzes. Bis an ihr Lebensende hat diese Flucht sie beschäftigt. Oft wollte sie nicht darüber reden, manchmal hat sie mir, ihrem Enkelsohn, unter Tränen davon erzählt.

 

Wir, die Jüngeren, wissen nicht wie das ist – auf der Flucht zu sein. Vielleicht haben wir eine Ahnung davon, wenn wir als Kind in eine Prügelei gerieten und dann von einer Bande Älterer und Stärkerer verfolgt wurden. Vielleicht kennen wir dieses Gefühl von Panik und Ohnmacht, das einem das Adrenalin hochsteigen lässt, und auf das Wut, Verzweiflung und Erschöpfung folgen. Aber was Flucht wirklich bedeutet, das wissen wir nicht. Wie muss das sein, wenn Panik und Angst nicht eine Ausnahmesituation, sondern die Grundkonstanten des Lebens sind?

 

„Acht Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht.“

„Geflüchtete bringen Tafel vor Ort 400 Kunden zusätzlich.“

„16 ukrainische Kinder an der Schule aufgenommen.“

 

Welche Lebenswege stecken hinter diesen Zahlen? Wie haben diese Menschen gelitten, als sie ihre Heimat aufgeben mussten und ihre Familien oft getrennt wurden? Wie haben sie den weiten Weg unter großer Gefahr nur geschafft? Meine Großmutter fand bald nach dem Krieg eine neue Heimat. Ihr geliebtes Pommern und ihr Elternhaus waren nicht zu ersetzen, aber sie lebte in großer Dankbarkeit mit den Menschen am Rande des Harzes. Dankbar war sie für die friedvollen Zeiten, die ihr dort geschenkt wurden, und für das Vertrauen, das die Menschen ihr entgegenbrachten. „Was für ein Segen nach diesem verfluchten Krieg“, hat sie immer gesagt.

 

Zum Pfingstfest 2022 wünsche ich uns allen Mut und Leidenschaft, den Menschen, die zu uns kommen zu helfen – und dass wir mitten in großen Sorgen den Glauben an den Heiligen Geist, der Menschen verbindet, und damit auch den Glauben an eine friedvolle Welt nicht aufgeben.


Ihr Nils Donadell

Pastor in Georgsmarienhütte